Während ich gerade das Foto des Abschlussballs betrachte lasse ich den Abend vor meinem inneren Auge nocheinmal Revue passieren:
An jenem besagtem Abend fahre ich mit einigen meiner Freunde zu dem Abschlussball in der Stadthalle in Osnabrück. Obwohl es bereits der zweite Ball ist den wir miterleben freute ich mich schon sehr auf diesen besonderen Abend. Es ist toll die ganzen Leute mit ihren Familien zu sehen wie sie alle feierlich und mit Abendgarderobe in dieser Halle versammelt sind. Doch ich greife vor denn es war ein holperiger Start in den Abend: Ich war mit einigen Freunden bereits in der Empfangshalle und wartete jetzt nur noch das der letzte von uns sich einfand. Besagter Freund kam jedoch nicht. Er war zwar mit und mitgefahren doch die Türsteher ließen ihn nicht passieren, da er eine graue Jeanshose zu seinem Sacko trug. Hätte er mir nicht während der Fahrt gesagt, dass es sich bei der Hose um eine Jeans handelt, so hätte ich den Unterschied garnicht bemerkt. Dieses Detail war den Türstehern jedoch ein Dorn im Auge. Ich und der Rest unserer Gruppe standen also ratlos in der Empfangshalle und konnten nicht einmal mit ihm reden, da wir keinen erneuten Einlass bekämen. So entschieden wir uns hoch in den Tanzsaal zu gehen, da wir nichts tun konnten außer zu warten.
Es folgt nun der Abend aus meiner Sicht:
Ich ging nun mit der Gruppe die Treppe hinauf auf der sich bereits die Menschen drängten. Die Luft war schwühl und der Samt unter meinen Schuhen dämpfte die Schritte. Wir gingen also durch diese Menschentrauben und suchten einen freien Tisch an den wir uns setzen konnten. Unterwegs traf ich zahlreiche Freunde und Leute aus meiner Klasse. Während ich mich mit einem von ihnen unterhielt ließ ich meinen Blick über die jungen Menschen auf der Tanzfläche schweifen: Wie glücklich sie alle aussahen. Allesamt hatten sie sich rausgeputzt. Sie bewegten sich mehr oder weniger synchron zu der Musik und ich erinnerte mich wie es war, als ich an ihrer Stelle stand und mit meiner Partnerin tanzte.